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Beobachtungen vom 10. Mai

Der Himmel ist grau. Es ist 10 Uhr und hat ca. 10 Grad. Mein erster Blick geht zum Flugloch in ca. 5 Metern Höhe. Dort sitzen ein paar Bienen und halten Ausschau. Geflogen wird nicht. Oben fühle ich am Flugloch mehr Gefächel als in den Vortagen. Am rechten Flugloch-Schlitz ist deutlich ausströmende warme Luft zu spüren, am linken nicht. Die Luft zirkuliert also. Es scheint, als hätten die Bienen die Bedeutung dieses Fluglochs (2 Schlitze) für die Belüftung erkannt. Die Höhle ist wie in den Vortagen sehr feucht. Dort drin ist es schühl warm. Die äußeren Wände sind richtig nass, so dass unten am Flugloch und außen am Buchenstamm ein kleines Rinnsal entsteht, was aber nach ca. 10 cm austrocknet.  Die Wand zur Baummitte ist trockner. 

Oben auf dem Hochsitz finde ich weniger tote Bienen als in den Vortagen (ca. 10). Im Bau scheint die Stimmung gut. Die Bienen hängen tief, so dass sie gut Seilschaften bilden können bis zur Zuckerlösung am Höhlengrund. Der Kasten ist fast ausgeschleckt. Ich tausche ihn aus gegen einen Holzteller, damit nicht wieder Bienen in der Lösung ertrinken wie in den Vortagen. Außerdem stelle ich den Teller etwas höher (7 cm). Nachgefüllt werden wieder (wie in den Vortagen) 250ml 1:0,7 Lösung (Wasser:Zuckerlösung), also eine sehr flüssige Lösung mit relativ wenig Energie. Diese Fütterung war nicht vorgesehen. Aber das Wetter ist zu kalt zum Fliegen. Dieser Schwarm wären längst verhungert. Zum Schwärmen hat sich einen schlechten Tag ausgewählt.  

  

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