Honigbienen sind in eine Spechthöhle eingezogen. Nirgendwo können wir so authentisch das ursprüngliche Leben der Honigbienen beobachten wie hier. Fern vom Menschen, in einem Buchenstamm in 14m Höhe, bestimmen sie selbst über ihre Aktivitäten. Ein solches Nest haben wir im Jahr 2020 gefunden. Wir berichten.  

Im Hutewald im Osterwald weiden Rinder und ab 2019 wohnen dort auch Honigbienen in einer Klotzbeute. Dieses Volk hat den 1. Winter nicht überstanden.

In 2020 ist diese Klotzbeute gegen einen natürlich ausgehöhlten Stammabschnitt mit sehr porösen/morschen Innenwänden und mit deutlich geringerem Volumen ausgetauscht worden. Welche Wirkung hat diese neue Höhle auf die Bienengesundheit?  

Anfang Mai 2019 ist in unsere Zeidlerbuche im Springer Forst ein Naturschwarm einlogiert worden. Das Bienenvolk ist vor dem 1. Winter an der Varroa gestorben. Auch im 2. Jahr ist ein starker Befall zu beobachten. Wie geht es nun weiter? 

Mit der Bienenjagd (auch Beelining genannt) wollen wir wildlebende Honigbienen im Deister finden und klären, ob es sie noch gibt und ob sie ohne imkerliche Betreuung überlebens-fähig sind. 

Die Spechte spielen im Ökosystem Wald eine Schlüsselrolle. Denn sie zimmern die Höhlen, die von den unterschied-lichsten Tierarten genutzt werden. Auch die Honigbiene nutzt diese Höhlen. Wir hoffen, in solchen leer stehenden Spechthöhlen wild- lebende Honigbienen zu finden.



Die Honigbiene hat Probleme – und damit auch das Ökosystem in dem sie lebt bzw. aus dem sie stammt. 

Millionen von Jahren hat die Honigbiene in den Wäldern dieser Erde ihr Zuhause gehabt. Inzwischen herrscht die Meinung vor, dass Honigbienen ohne imkerliche Betreuung in den Wäldern Mitteleuropas nicht mehr überleben können. Neueste Untersuchungen aber deuten darauf hin, dass die wildlebende Honigbiene doch noch existieren könnte. Diese Erkenntnisse inspirieren uns. Schafft sie es sich auch ohne imkerliche Betreuung gegen die diverse Belastungsfaktoren durch die intensive Landwirtschaft, Forstwirschaft, imkerliche Betriebsweisen und nicht zuletzt durch die Varroamilbe erfolgreich durchzusetzen und wenn ja, wie gelingt ihr das? Wir haben verschiedene Aktivitäten gestartet, die alle das Ziel verfolgen die Honigbiene in einer möglichst natürlichen Umgebung zu beobachten um sie am Ende besser zu verstehen.  


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