21. Februar: Spärliche Lebenszeichen

Knapp über 10 Grad: Zuhause ist an den Beuten reger Flugbetrieb zu beobachten. Hier im Wald herrschte dagegen Ruhe. Nur vereinzelt ist eine Biene zu sehen. Diese Unterschiede sind normal, weil die Temperaturen sich im Wald und in der Baumhöhle mit extrem dicken Wänden langsamer anpassen. 

In der Höhle kein schönes Bild. Aber es gehört zur Wahrheit dazu. Die Wände sind feucht, das Klima wirkt ungemütlich, am Boden liegt eine große Zahl toter Bienen. Unter den Waben hängen Spinnennester, in denen sich tote Bienen und Wachskrümel verfangen haben. 

Ein Blick nach oben: Die Bienen sind nicht zu sehen, weil sie sich ganz nach oben in die letzte Ecke verzogen haben. Aber sie sind zu hören, allerdings nur schwach. Nach meinem Eindruck ist dieses Volk noch nicht tot. Ein vitales Volk sieht aber  anders aus.  

Draußen am Flugloch hat der Specht angeklopft. An der rechten Seite  sind seine Spuren zu sehen. 



12. April: Das letzte Lebenszeichen ist erloschen


Das Volk ging langsam zugrunde. Zeitgleich zieht neues Leben ein. Neben vielen Asseln und ein Paar Maden von Wachsmotten finde ich hier oben in 5 Metern Höhe eine dicke Nacktschnecke und einen Regenwurm.

 

Am 4. Mai räumen wir das Nest aus. Wir wollen die Ursachen für den Tod ergründen.  

Waldbiene e. V.

Warener Straße 44 - 31832 Springe

info.waldbiene@t-online.de

+49 (0) 05041-912533 

Gefördert durch: